MiG-21 SPS // 742

 

Die Typenbezeichnung „MiG-21SPS“ war eine NVA-interne Bezeichnung.

 

Wie kam es dazu?

 

Mit der Einführung der „MiG-21PF“ (Erzeugnis 76) im Jahre 1964 kam in der NVA die erste „MiG-21“-Version mit einem Funkmessvisier zum Einsatz.

 

Ihre äußeren Merkmale waren:

 

  • einteiliges Kabinendach

  • schmales Seitenleitwerk

  • Bremsschirmcontainer im Rumpfheck unten links

 

Beim Einsatz des Flugzeuges bei Nässe kam es zu erheblichen Ausfällen des Funkmessvisiers „RP-21“. Findige Köpfe (die gab es wirklich) erkannten die Ursachen der Ausfälle und beseitigten diese. Nach dieser Maßnahme verringerte sich die Ausfallquote ganz erheblich. Von der LSK-Führung wurde daraufhin die Typenbezeichnung in MiG-21PFM“ (Erz.76) geändert.

 

Als dann 1966 vom sowjetischen Hersteller die „MiG-21PFM“ (Erz.94) mit den typischen Merkmalen:

 

  • geteiltes Kabinendach

  • breites Seitenleitwerk

  • Bremsschirmcontainer im Seitenleitwerk

 

geliefert wurde, hat man sich auf die Bezeichnung „MiG-21SPS“ (Erz. 94) festgelegt.

 

Das System „SPS“ wurde ab dieser „MiG-21“-Version ständig eingebaut. Dabei wird bei der Landeklappenstellung größer 30 Grad Luft vom Verdichter des Triebwerkes abgenommen und über die Landeklappen geleitet. Durch Erhöhung der Umströmungsgeschwindigkeit konnte die Landegeschwindigkeit um ca. 50km/h auf 250km/h verringert werden.

Beide Erzeugnisse 76 und 94 besaßen keine Bordkanonen. Bei ihren Einsätzen im Vietnamkrieg wurde das als Schwachstelle erkannt. Von sowj. Seite wurde deshalb die Kanonengondel „GP-9“ entwickelt, die unter dem Rumpf anstelle des Zusatzbehälters montiert wurde. Dabei handelte es sich um die doppelläufige „Gsch-23“. Die Typenbezeichnung dieser Flugzeuge war in der NVA „MiG-21SPS/K“. Diese Maschinen wurden 1967 in die Bewaffnung aufgenommen.

 

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